Der FC Schalke 04 schaut sich weiter nach Verstärkungen für die kommende Saison um. Dabei soll Königsblau auch einen Blick in die 2. Bundesliga werfen. Nach Informationen von Absolut Fußball gehört Mika Haas vom 1. FC Kaiserslautern zu den Spielern, die Schalke auf dem Zettel haben soll. Auch Eintracht Frankfurt und weitere Bundesligisten sollen den 20-jährigen Linksverteidiger beobachten.

Haas zählt beim FCK zu den positiven Entwicklungen der Saison. Der gebürtige Kaiserslauterer wurde im Nachwuchs der Roten Teufel ausgebildet und hat sich inzwischen im Profikader festgespielt. Laut FotMob kommt der Linksfuß in der laufenden Zweitliga-Saison auf 27 Einsätze, davon 26 von Beginn an. Dabei gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage.

Warum Haas zu Schalke passen könnte

Sportlich passt Haas grundsätzlich in ein interessantes Schalker Suchprofil. Er ist jung, linksfüßig, ligaerfahren und flexibel auf der linken Seite einsetzbar. Neben der Rolle als klassischer Linksverteidiger kann er auch als linker Schienenspieler agieren. Für Schalke wäre das vor allem dann spannend, wenn auf der linken Seite im Sommer Bewegung entsteht.

Für Königsblau wäre Haas vor allem ein Transfer mit Perspektive. Kein großer Name, keine internationale Wette, sondern ein Spieler aus dem deutschen Markt, der seine ersten Schritte im Profifußball bereits erfolgreich gegangen ist. Dazu kommt: Schalke muss auf der linken Seite genau hinschauen. Je nachdem, wie sich die Kaderplanung entwickelt, könnte dort Bedarf entstehen.

Dass auch Eintracht Frankfurt und weitere Bundesligisten genannt werden, zeigt aber: Schalke wäre bei diesem Profil nicht allein. Genau deshalb dürfte der FCK trotz aller Gerüchte eine starke Verhandlungsposition haben.

Einfach würde ein Transfer nicht werden

Der 1. FC Kaiserslautern hat keinen offensichtlichen Grund, Haas günstig abzugeben. Er ist Eigengewächs, hat sich in die Mannschaft gespielt und wurde vertraglich bereits gebunden. Für den FCK wäre ein Verkauf sportlich ein Verlust und emotional schwer zu vermitteln.

Für Schalke stellt sich deshalb die klassische Frage: Wie viel Risiko ist man bereit, für ein Talent aus der Liga zu gehen? Haas wäre vermutlich günstiger als viele internationale Profile, aber sicher kein Schnäppchen. Gerade weil mehrere Klubs genannt werden, könnte der Preis schnell in eine Größenordnung steigen, in der Schalke sehr genau abwägen müsste.

Zuletzt wurde Schalke auch mit Jacques Ekomié von Angers SCO in Verbindung gebracht. Das zeigt: Die linke Seite bleibt bei den Königsblauen eine Baustelle. Das Gerücht wirkt aus Schalker Sicht daher plausibel. Haas wäre kein großer Name, sondern ein entwicklungsfähiger Spieler aus dem deutschen Markt, der bereits bewiesen hat, dass er auf Profi-Niveau bestehen kann. Von einem heißen Transferdurchbruch ist aktuell aber nicht auszugehen. Dafür fehlen bislang belastbare Hinweise.

Text: Marcel Schwering